Sagem My Du@l Radio 700 — Erfahrungsbericht

Wir haben uns ein Sagem My Du@l Radio 700 als Radio­we­cker zuge­legt. Hier unsere ers­ten Erfahrungen:

Das Gerät

Es han­delt sich der Bau­form nach um einen Radio­we­cker, der aber nicht nur ein UKW Radio ent­hält, son­dern auch Streams und MP3s wie­der­ge­ben kann. Dazu ver­fügt das Gerät über eine WLAN — und eine Ether­net­schnitt­stelle sowie einen USB-Port, an den sich eine Fest­platte oder ein USB-Stick anschlie­ßen las­sen. Des Wei­te­ren weißt es ein hin­rei­chend groß­zü­gi­ges Dot-Matrix-Display auf, wel­ches sich hell beleuch­ten lässt. Neben weni­gen Tas­ten auf dem Gehäuse las­sen sich die meis­ten Funk­tio­nen mit der Fern­be­die­nung bes­ser ansteu­ern. Als zusätz­li­che Aus­gänge ste­hen eine 3,5mm Klin­ken­buchse für Kopf­hö­rer und zwei Chynch­buch­sen als Line-out zur Verfügung.

Die Doku­men­ta­tion

… ist man­gel­haft. Beschrie­ben wer­den eigent­lich nur, die sich weit­ge­hend selbst erklä­ren­den Grund­funk­tio­nen. Details, Zugriff auf und Zweck des http Ser­vers, des inte­grier­ten Acces­s­points usw. wer­den nicht dar­ge­stellt und die auf der CD zusätz­lich zur gedruck­ten Bedie­nungs­an­lei­tung mit­ge­lie­fer­ten Dateien, sind zum Einen nicht wirk­lich aus­führ­li­cher, zum Ande­ren nur in Eng­lisch und Fran­zö­sisch vorhanden.

Die Inbe­trieb­nahme

Der Inbe­trieb­nahme stand zunächst im Wege, dass nach dem Anschluss des Gerä­tes nichts pas­sierte. Die­sen Feh­ler deu­te­ten wir als Feh­ler in der Ener­gie­ver­sor­gung und maßen die Aus­gangs­span­nung des Ste­cker­netz­teils, die 5V hätte betra­gen sol­len. Sie war bei 0V. Das Netz­teil hat einen Adap­ter­teil, der die Mon­tage von ande­ren als Euroste­ckern ermög­li­chen soll und zwei federn, die den Kon­takt her­stel­len. Davon erwies sich eine als zu ver­bo­gen, was jedoch zunächst manu­ell gerich­tet wer­den konnte. Danach star­tete das Gerät problemlos.

Bei der wei­te­ren Ein­rich­tung erwies sich zwar die Bedie­nungs­an­lei­tung inso­weit als unzu­tref­fend, dass nicht die Spra­che son­dern direkt der Betriebs­mo­dus und in unse­rem Fall sodann der WPA-Schlüssel abge­fragt wur­den, ansons­ten ver­lief sie jedoch pro­blem­los, wenn­gleich in der Schlüs­sel­ein­gabe müh­se­lig. Auch die Menüs zur wei­te­ren Ein­rich­tung waren unpro­ble­ma­tisch selbsterklärend.

Die Medi­en­ein­bin­dung

Inter­netra­dio

Hin­sicht­lich Inter­netra­dio ver­fügt das Gerät über eine umfang­rei­che Datei bzw. kann auf eine sol­che zugrei­fen, wel­che gut struk­tu­riert den Weg zu einer Viel­zahl inter­na­tio­na­ler Radio­sen­der ver­schie­dens­ter Genre weist. Diese las­sen sich sodann auch ein­zeln unpro­ble­ma­tisch in eine Favo­ri­ten­liste übertragen.

UKW-Radio

Auch das UKW-Radio ist unpro­ble­ma­tisch über die Menüs kon­fi­gu­rier­bar. Die Qua­li­tät lässt sich wegen der schlech­ten Abde­ckung an unse­rem Stand­ort jedoch nicht beurteilen.

USB-Medium

Ein ers­ter Test mit einem USB-Stick lie­ferte eine unpro­ble­ma­ti­sche Wie­der­gabe von Dateien aus dem Dateisystem.

Medi­en­ser­ver

Anders als vom Her­stel­ler in der Wer­bung ange­ge­ben haben wir kei­nen Win­dows­ser­ver ver­wen­det, son­dern dar­auf ver­traut, dass das Gerät mit jedem UPnP-Medienserver arbei­ten würde. Kon­kret set­zen wir Media­Tomb auf einem Ubuntu-Desktop — Sys­tem ein. Für die­ses ist er in den Repo­si­to­ries ent­hal­ten und ließ sich über den Brow­ser über­sicht­lich kon­fi­gu­rie­ren. Er ist wohl auch ver­füg­bar für andere Linuxe, FreeBSD und Mac OS X. Der Ser­ver wurde vom Radio selb­stän­dig gefun­den und des­sen Ver­zeich­nis­struk­tur war sodann pro­blem­los durchsuchbar.

Für Win­dows ist das ein­rich­ten des Ser­vers zumin­dest in den mit­ge­lie­fer­ten PDFs (Eng­lisch und Fran­zö­sisch, s. o.) beschrie­ben. Hier soll wohl Win­dows Media­Player 11 Vor­aus­set­zung sein.

Die Nut­zung

Die Nut­zung gestal­tet sich nach dem ers­ten Ein­druck intui­tiv. Es ste­hen zwei Weck­zei­ten mit Aus­wahl des ein­ge­setz­ten Medi­ums (die ver­füg­ba­ren plus Sum­mer) und eine Sleep-Funktion zur Ver­fü­gung. Der Klang ist nicht grad bass­las­tig, was bei dem ein­ge­bau­ten Laut­spre­cher auch nicht zu erwar­ten war, aber klar, nicht schep­pernd und für die Funk­tion als Radio­we­cker mehr als laut und gut genug.

Wei­te­res

Auf Port 80 hört das Gerät auf Anfra­gen mit­tels http und bie­tet nach einem Log-in mit dem Benut­zer und dem Pass­wort “admin” eine Maske zum ein­spie­len eines Firm­ware­up­dates über die Netzschnittstelle.

Wem die Idee, ein WLAN-Gerät neben dem Bett zu betrei­ben, unan­ge­nehm ist, der sei beru­higt: es las­sen sich ver­schie­dene Modi aus­wäh­len, dar­un­ter auch Ether­net, was wohl auch “ohne WLAN” bedeu­ten soll.

Fazit

Nach dem ers­ten Ein­druck scheint das Gerät als Radio­we­cker mehr als nur geeig­net. Reiz­voll wirkt ins­be­son­dere die Mög­lich­keit bequem eine breite Aus­wahl an Medien bereit­zu­stel­len, was uns ins­be­son­dere in Bezug auf Hör­bü­cher inter­es­sierte.
Die Inbe­trieb­nahme stellte uns vor keine ernst­haf­ten Pro­bleme und die Anfor­de­run­gen an die Umge­bung zur sinn­vol­len Nut­zung sind, mit einem Breit­band­zu­gang zum Inter­net und ggf. einem Medi­en­ser­ver auf quasi belie­bi­gem Betriebs­sys­tem, auch eher gering.
Preis­lich scheint es eine breite Spanne zu geben. So war das Gerät zeit­weise bei Saturn oder Media­Markt bereits für 89€ zu erhal­ten, wird bei Ciao aber mit bis zu 129€ gelistet.

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2 Responses to Sagem My Du@l Radio 700 — Erfahrungsbericht

  1. miethjzd says:

    Hin­weis: Der Link zum Pro­dukt (ganz oben) funk­tio­nier nicht (Stand 25.07.09 19.44 MESZ) ;)

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