Weiteres Argument für ODF

Wie diver­sen Medien zu Ent­neh­men ist (Bei­spiel), droht Micro­soft in den USA wegen mög­li­cher Patent­ver­let­zun­gen ein Ver­kaufs­ver­bot für MS Word in den aktu­el­len Ver­sio­nen. Hier­bei soll das XML — For­mat (OOXML mit der Datei­en­dung “docx”) ein Patent von I4i, einem kana­di­schen Unter­neh­men, verletzen.

Wie das Unter­neh­men habe ver­lau­ten las­sen, sei jedoch OpenOffice.org, wel­ches bedingt OOXML impor­tie­ren kann, nicht betroffen.

Selbst wenn bei ODF ent­spre­chen­des dro­hen würde, wäre auf­grund der Unter­stüt­zung durch diverse Open­Source Pro­jekte welt­weit wohl kaum mit einem Weg­fall aller kom­pa­ti­blen Pro­gramme zu gleich zu rech­nen, so dass zeit­nah für die Doku­mente keine geeig­nete Soft­ware neu erhält­lich wäre.

Die Kom­pa­ti­bi­li­tät hin­ge­gen zwi­schen OOXML und ODF, dem von OpenOffice.org ver­wen­de­ten Doku­men­ten­for­mat, ist nicht gewähr­leis­tet, wie eine Unter­su­chung des Fraunhofer-Institut für Offene Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­teme laus heise-online erge­ben haben soll.

Dabei ist zu beach­ten, dass ins­be­son­dere Micro­soft die Kom­pa­ti­bi­li­tät zu dem frü­her zer­ti­fi­zier­ten und seit jeher offen­lie­gen­den ODF nicht unter­stützt, umge­kehrt aber nur MS-Office annä­hernd OOXML Kom­pa­ti­bel ist. Das wie­derum ist zunächst für Win­dows, (manch­mal) auch für MacOS erhält­lich, nicht aber für wei­tere Betriebssysteme.

Damit ergibt sich für mich wie­der ein­mal der quasi zwin­gende Schluss, dass der Ver­weis auf die MS-Office eige­nen Datei­for­mate an sich nicht zumut­bar ist, der auf ODF jedoch durch­aus und sich gera­dezu aufdrängt.

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