Archiv für den Monat: Mai 2009

Web-Regulierung: So kann das Deutschlandnetz schöner werden – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Eine interessante Anregung von Konrad Lischka, die Regulierungserfahrungen aus anderen kulturellen Bereichen auf das Internet zu übertragen:

Web-Regulierung: So kann das Deutschlandnetz schöner werden – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

Votum für ODF

Seit vielen Jahren sind MS-Office Dateiformate der de facto Standard im Bereich der Büroanwendungen.

Das Problem hierbei ist, dass die Dateiformate proprietär sind und von Microsoft nicht offen gelegt wurden. Auch wenn viele Anwendungen mehr oder weniger hiermit umgehen können, da die Programmierer versuchten, das Format nachzubauen, ist eine perfekte Unterstützung nur durch MS-Office und damit zuverlässig auch nur unter Windows zu erhalten. (Selbst die Mac OS Variante wurde in der Vergangenheit nicht immer zeitnah aktualisiert und unter Linux hängt der Nutzer über das WINE-Projekt häufig zumindest in der Version hinterher.)

Somit bietet das Dateiformat auch eine Bindung an den Anbieter der Office-Suite und des Betriebssystems und erfordert wiederholte Investitionen in Lizenzen. Nutzt man dieses Format dann noch zum Dokumentenaustausch, werden auch Dritte in diese Abhängigkeit gezwängt.

Abhilfe soll das 2006 ISO-zertifizierte OASIS Open Document Format For Office Applications schaffen. Hiermit sollte ein anwendungsübergreifender Standard eingeführt werden, so dass der Anwender die Wahl zwischen einer Vielzahl von Büroprogrammen haben kann, ohne deshalb die Dateien nicht mehr richtig verarbeiten zu können.

Unterstützt wird die aktuelle Spezifikation neben kleineren Programmen derzeit insbesondere von OpenOffice.org, welches unter einer freien Lizenz steht und für viele Plattformen (Windows, Mac OS, Linux, …) frei verfügbar ist.

Eigentlich wollte auch Microsoft das Format zunehmend unterstützen, scheint hierbei aber entweder eingeschränkt fähig oder auf Verzögerung zu setzen, siehe u. a.:

http://www.heise.de/newsticker/ODF-Alliance-unzufrieden-mit-MS-Office-2007–/meldung/138293

http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/ODF-Kompatibilitaet-von-MS-Office-2007-Grosser-Schritt-rueckwaerts

http://www.linux-magazin.de/NEWS/ODF-Alliance-Microsoft-Support-fuer-ODF-mangelhaft

Abhilfe kann für die Nutzer von MS-Office 2003 und 2007 ein von Sun kostenlos zur Verfügung gestelltes Tool liefern, das Sun ODF Plugin for Microsoft Office. (Leider erfordert der Download bei Sun direkt eine Registrierung.)

Vor der Möglichkeit MS-Office (bedingt) ODF kompatibel zu machen und der Möglichkeit Microsofts dieses auch vollständig zu gewähleisten ist es meines Erachtens sinnvoll auf ODF zu setzen. Denn nur so kann einem Missbrauch eines faktischen Monopols seitens Microsoft entgegen gewirkt werden und der Anwender seine Bürosuite und sein Betriebssystem (relativ) frei wählen.

Installation von Java Unterstützung für Firefox unter Ubuntu 9.04 64bit

Nach der Installtion eines 64 bit Ubuntu 9.04 funtionierte bei uns die Java-Unterstützung in Firefox zunächst nicht, obwohl Javaumgebungen installiert wurden.

Das Problem ließ sich lösen über die Deinstalltion aller Javakomponenten und die gezielte Installation lediglich der Pakete von Sun über das Synaptic-Paketmanagement.

Insbesondere wurde hierbei auch das Paket sun-java6-plugin mitinstalliert.

Des Weiteren legt firefox im Verzeichnis /usr/lib verschiedene Unterverzeichnisse an. So finden sich zum Einen /usr/lib/firefox aber auch /usr/lib/firefox-3.x.x und /usr/lib/firefox-addons.

Hierbei verweisen die Unterordner plugins aus dem versionsspezifischen Verzeichnis auf den Ordner plugins unter firefox-addons. Letzterer enthielt in unserem fall jedoch (fast) keine PlugIns, anders als der Ordner /usr/lib/firefox/plugins. Daher benannte ich den Ordner /usr/lib/firefox-addons/plugins um, um ihn zu sichern und setzte im Verzeichnis /usr/lib/firefox-addons mit dem Befehl ln -s ../firefox/plugins plugins einen symbolischen Link auf den PlugIn Ordner /usr/lib/firefox/plugins. Letzterer enthielt nach der Javaneuistalltion, welche ich als letzten Schritt durchführte jetzt die Datei libjavaplugin.so

Nach einem Browserneustart funktionierte die Java-Unterstützung nunmehr.

Hinweis:
Es kann nicht garantiert werden, dass dieser Weg keine Schäden hervorruft oder funktioniert. Es ist nur der Versuch, eine einmalig erfolgreiche Einrichtung nachzuvollziehen und die vorläufigen Erkenntnisse verfügbar zu machen.

Bundestag berät über Sperrung von Internetseiten zum Schutz vor Kinderpornographie

In den letzten Tagen und Wochen sind reihenweise Medienberichte über eine Gesetzesinitiative zum Sperren des Zugangs zu Seiten mit Kinderpornographischen Inhalten erschienen.

Exemplarisch verweise ich auf folgende, welche teilweise weiter verweisen: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,623125,00.html

http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-streitet-ueber-Kinderporno-Sperren–/meldung/137408

http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~EDE57EADF1B6E4B08B0496AAAEB66699D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wie sich recht deutlich hieraus ergeben dürfte, gibt es aus vielfältigen Gründen Anlass zu deutlicher Kritik und stellt diese Initiative auch ein zumindest abstraktes Risiko für einige Grundwerte der deutschen Gesellschaft dar.

Deshalb möchte ich zuletzt auf die bis zum 16. Juni 2009 laufende Onlinepetition beim deutschen Bundestag aufmerksam machen mit der Bitte, sie zu unterstüzen:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

Update:

Am 02. Juni 2006 erschien auf Spiegel Online ein interessanter Artikel, der die obige Entwicklung in die gesellschaftliche Gesamtsituation einordnet:

„Die Generation C64 schlägt zurück“
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,628017,00.html