Archiv für den Monat: Juni 2009

Home

Yann Arthus-Bertrand hat einen Film mit dem Titel „Home“ veröffentlicht, welcher eine vertretene Geschichte des Lebens auf der Erde erzählt und diese mit hochwertigem Videomaterial, nahezu hypnothischer Moderation und Musik hinterlegt.

Auch wenn der Film das Risiko eines gehirnwäscheähnlichen Effekts beinhaltet, so lohnt sich die Betrachtung schon wegen der Aufnahmen und der künstlerischen Gestaltung.

Der Urheber selbst bittet um Weiterverbreitung des Films. Daher verlinke ich hier nicht nur die Projekthomepage und die YouTube-Seite, sondern stelle auch eine torrent-Datei zur Verfügung, um den Film als mp4 herunterzuladen.

Die gefundenen Videos sind in Englisch. Eine hochwertige deutsche Version ist mir noch nicht bewusst begegnet, mag aber existieren.

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein – Medienecho

In den letzten Wochen ist von diversen Politikern wieder vermehrt die Floskel verwandt worden, das Internet dürfe kein rechtsfreier Raum sein.

Hierauf haben diverse Medien reagiert. Ich möchte folgende Artikel hervorheben:

SPIEGEL-ONLINE: Phrasen-Kritik: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum zeigt die Reaktion der Netzgemeinde und Teile der historischen Entwicklung der Phrase auf.

TELEPOLIS: TP: Verglichen mit dem Netz ist das Leben ein rechtsfreier Raum
stellt faktische Rechtsdurchsetzung im klassischen Alltag der im Internet gegenüber.

Unterstützerunterschrifen gesucht

Aus meinen anderen Posts auf dieser Seite ergibt sich, warum ich meine, dass die Piratenpartei unterstützt gehöre.

Auch, wenn Sie nicht notwendig diese politische Position teilen, so bitte ich Sie anzuerkennen, dass diese Partei ernsthaft bemüht ist, zum Nutzen der Gesellschaft den politischen Diskurs in einem zentralen Bereich, der Daten und Kommunikation, zu fördern.

Daher bitte ich Sie, der Piratenpartei Deutschland bzw. ihren Landesverbänden die zur Kandidatur für die Bundestagswahl erforderlichen Unterstützungsunterschriften zukommen zu lassen.

Sie können dieses ganz einfach tun, indem sie auf http://ich.waehlepiraten.de/ ein PDF herunterladen, dass das erforderliche Formblatt enthält. Dieses können Sie an die ebenfalls auf der Seite angegebenen Adressen zurücksenden oder, bei persönlichem Kontakt, auch gerne mir zur Weiterleitung in die Hand drücken.

Sie geben damit ihren Mitbürgern die Chance, ihre Wahlentscheidung reflektierter vor dem Hintergrund einer um einen wesentlichen Punkt erweiterbaren Auswahl zu fällen.

Vielen Dank!

Warum ich die Piratenpartei unterstütze

Wer mich länger kennt oder meine Webseiten in den letzten Monaten beobachtet hat, hat bei mir nur eingeschränkt eine Positionierung zu bestimmten Parteien gefunden. Dieses ist der immer nur vorhandenen Teilübereinstimmung mit Parteiprogrammen und politischem Wirken sowie einer möglichst großen Offenheit in der Sache geschuldet. Dieses hat sich in den letzten Tagen geändert.

Warum?

Die politische Rahmensituation fasst der Artikel in Telepolis von Heise.dePiraten mit Rückenwind“ gut zusammen. Eine persönliche Auseinandersetzung mit den Entwicklungen anhand des „Zugangserschwerungsgesetzes“ findet sich in meinem Artikel „Gesetz zur Kinderpornographiesperre„.

Vor dem weitergehenden Hintergrund der internationalen Entwicklung im Bereich der Zugangserschwernisse zum Internet, gemeint ist die Diskussion über Sperren bei Urheberrechtsverstößen, und der darüber hinausgehenden zunehmenden Tendenz, Software und Ideen zu patentieren, sehe ich hier gesamtgesellschaftlich eine höcht bedenkliche Entwicklung, die geeignet ist, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu gefährden und die Interessen der Allgemeinheit hinter den wirtschaftlichen Interessen weniger und hinter einer zunehmenden totalitären Kontrolle zurückzustellen.

Diese Gefahren stellen nach meiner Einschätzung einen erheblichen Scheidepunkt in unserer gesellschaftlichen Entwicklung dar. Insbesondere SPD und CDU haben sich hier als beratungsresistent hinsichtlich der verfassungsrechtlicher Bedenken und technischer Gegebenheiten erwiesen und auch bei vielen anderen Parteien ist zu befürchten, dass sie hier grundsätzlich bezogene Positionen aus machtpolitischen Erwägungen aufopfern.

Nach einer sorgfältigen Prüfung der Satzung und des Parteiprogrammes, erscheint mir nach derzeitiger Erkenntnis die Piratenpartei als vertretbarste und aussichtsreichste Möglichkeit hier entgegen zu steuern. Wegen der großen Tragweite der Entwicklungen halte ich ein stillhalten persönlich für nicht mehr tragbar.

Somit habe ich mich entschlossen, die Piratenpartei zumindest vorläufig zu unterstützen.

Ergänzend betrachte ich es als Christ auch interessant, dass diese Partei derzeit inhaltlich noch im Fluss und insgesamt im Aufbau ist, so dass die grundsätzliche Möglichkeit besteht hier noch gewünschte Impulse zur inhaltlichen Ausrichtung beizusteuern. Insbesondere halte ich aber die Kernanliegen im Bereich eines fairen Umgangs mit Rechten und freier Kommunikation für meinen Glauben von Bedeutung. Die Möglichkeit unzensiert zu kommunizieren und auch in der Verwendung von Mitteln wie Musik, Software, Vermarktungs-, sprich Missions-, -ideen nicht unsinnig beeinträchtigt zu werden erachte ich für äußerst wichtig. Auch entspricht das Menschenbild, welches einen mündigen, in seinem Umgang mit Dritten, insbesondere auch mit Gott, freien Bürger annimmt, noch am ehesten dem, was ich meine in der Bibel als Bild Gottes vom Menschen zu verstehen.

Berücksichtigt man die Wahlergebnisse in Schweden und auch in Deutschland bei der Europawahl sowie die Mitgliedszuwächse der Piratenpartei in den letzten Wochen, so besteht prognostisch auch tatsächlich die Chance mit dem Engagement für diese Partei wirksam Einfluss zu nehmen.

Piratenpartei Deutschland: Landesverband MV gegründet

Über den Twitteraccount der Piraten Mecklenburg – Vorpommern wurde heute Nachmittag die Gründung des Landesverbandes bekannt gegeben. Zur Teilnahme an der Bundestagswahl sind nunmehr wohl 1700 Unterstützungsunterschriften erforderlich.

Ich nehme an, dass die Formulare sodann auf http://ich.waehlepiraten.de/ veröffentlicht werden.

Autor: Ludwig W. Mieth


Mit deiner Unterschrift in den Bundestag!

Autor: Mirko Kessel

Gesetz zur Kinderpornographiesperre

Am gestrigen Donnerstag verabschiedete der Bundestag ein Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen.

Dem voraus ging eine intensive Diskussion in den Medien und eine sehr erfolgreiche Petition, welche sich gegen den Gesetzentwurf richtete sowie teilweise erhebliche innerparteiliche Auseinandersetzungen, insbesondere in der SPD.

Kritikschwerpunkte stellen dabei

  • die weitgehende Ungeeignetheit der beabsichtigten Sperren hinsichtlich der Verhinderung des Zugriffs auf Kinderpornograpie über das Internet dar, da faktisch nur Zufallsfunde vermieden werden dürften,
  • die Ausgestaltung der Umsetzung mit der Ansiedlung beim BKA und einer mangelhaft ausgestalteten Kontrolle, die insbesondere vor dem Hintergrund der Geheimhaltung der Sperrlisten es fraglich erscheinen lässt, wie denn effektiv eine Rechtsbeeinträchtigung wahrgenommen und ggf. justiziabel gemacht werden soll,
  • aber auch der grundsätzliche Aufbau einer Infrastruktur, die geeignet ist, bestimmte Zugriffe zu vermeiden und deren Verwendung an Inhalte anknüpft.

Betrachtet man dieses vor dem Hintergrund von Artikel 5 Abs. 1 und 2 des Grundgesetzes, der Meinungsäußerungs und Informationsfreiheit und der hohen Bedeutung der zensurfreien Kommunikation für die freiheitlich demokratische Grundordnung und auch vor den Äußerungen diverser Politiker, dass es durchaus Vorstellbar sei, Sperren auch bezüglich anderer Inhalte wie urheberrechtswidriger Inhalte, „Killerspiele“ und auch politische Positionen zum Einsatz zu bringen, so erscheint es höchst bedenklich, in welcher Form dieses Gesetz durchgewinkt wurde. Erschwerend kommt hinzu, worauf auch im Vorfeld hingewiesen wurde, nunmehr eine Struktur geschaffen wird, die es auch ermöglicht zivilrechtlich Sperren durchsetzen zu lassen, da diese zukünftig zumindest in einem gewissen Rahmen technisch möglich sein werden, was bisher für die Kommunikationsdienstleister nicht zumutbar war.

Problematisch ist nicht unbedingt (wenngleich ich persönlich zumindest unter Erwachsenen für eine uneingeschränkte, freiwillige Kommunikation eintrete) sich über die Unterdrückung bestimmter Angebote Gedanken zu machen und dabei auch über Filterungen und Zugriffshemmnisse nachzudenken. Aber wegen der erheblichen Sensibilität des Themas und der ggf. massiven Auswirkungen auf unsere Staatsform und Kultur erscheint es mir unverantwortlich, dieses mal eben mit Mitteln, deren Nutzen bezüglich des diskutierten Themas höchst fragwürdig ist, durchzudrücken.

Bedenklich erscheint auch der Umgang einiger Politiker mit bestimmten Themen. Eine Aussage, die in die Richtung geht, dass man bei bestimmten Themen nicht abwägen könne, namentlich bei Kinderpornographie, erscheint vor dem Hintergrund des Grundgesetzes, das bestenfalls die Menschenwürde als nicht abwägbar kennt (und selbst dieses dürfte strittig sein) und in dem ein eherner Grundsatz die Verhältnismäßigkeit ist, höchst kritisch. Eine Ministerin, die sich auch nach wochenlanger Diskussion noch auf derartigen Standpunkten findet, muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie mit ihrer Politik nicht eine Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung darstelle.

Folgt dann noch eine deutliche Mehrheit der parlamentarischen Vertretung diesen Argumentationen und geht über einen möglichen Dammbruch bezüglich Zensur einfach hinweg, so brauchen sich die etablierten Parteien meines Erachtens nicht über Politikverdrossenheit zu wundern. Denn wieso sollte sich das Volk interessieren für die Politik, wenn diese sich für die deutlich kommunizierten Belange des Volkes nicht interessiert?

Welchem Interesse dienen unsere Volksvertreter? Wie gesagt, es geht nicht notwendig um die Entscheidung im Ergebnis, auch wenn ich mir ein anderes gewünscht hätte, sondern um den Umgang mit politisch und rechtlich sensiblen Bereichen. Es stellt sich die Frage, welche Motivation treibt unsere Volksvertreter an.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der Wähler die Konsequenzen ziehen wird. Gemeint ist hier definitiv nicht die Nichtwahl, sondern das Wählen anderer politischer Gruppen oder auch das eigene politische engagieren. Eine Nichtwahl führt nur zu einer Fortsetzung des Weges oder zur Anarchie, wenn langfristig der Staat nicht mehr von seiner Bevölkerung getragen wird. Das sollte unser Ziel nicht sein.

Die Devise kann also nur sein:
Gehen Sie wählen, aber weder SPD noch CDU!

OOo 3.1 in Ubuntu 9.04

Ubuntu 9.04 kommt mit der Office-Suite OpenOffice.org 3.01. Aktuell ist jedoch die Version 3.1, welche diverse Vorteile bietet.

Die aktuelle Version lässt sich jedoch relativ einfach in das aktuelle Ubuntu einbinden.

Unter System → Systemverwaltung → Software-Quellen wird unter dem Reiter „Software von Drittanbietern“ über „Hinzufügen“ die Quelle deb http://ppa.launchpad.net/openoffice-pkgs/ubuntu jaunty main hinzugefügt.

Um die Pakete aus dieser Quelle laden zu können muss der Schlüssel, mit dem die Pakete signiert sind, dem System bekannt gemacht werden. Dieses soll nach linuxuser 07.2009 S. 28 über folgende Befehle über die Konsole funktionieren:

$ sudo -i # gpg –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv 60D11217247D1CFF # gpg –export -armor 60D11217247D1CFF | sudo apt-key add –

Sodann sollte nach einem Neuladen der Paketquellen, zur Not über System → Systemverwaltung → Aktualisierungsverwaltung und dann „Prüfen“ , eine Teilaktualisierung des Systems angeboten werden. Sofern OpenOffice.org zuvor bereits installiert war, sollte das Update grundsätzlich problemlos zur neuen Version führen. Ansonsten wäre über die Synaptic-Paketverwaltung aus der eben hinzugefügten Quelle das Metapaket openoffice.org und ggf. noch die entsprechenden Sprachpakete hinzu zu installieren.

Viel Erfolg!

Wahlkampf: „Die SPD bleibt die Partei der Griller“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama

Wahlkampf: „Die SPD bleibt die Partei der Griller“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama.

Nun, dann vielleicht lieber weniger Leben mit mehr richtigem Grillen.

Wie kommt ein Vegetarier auf die Idee die Grillkultur verbessern zu wollen, die er naturgemäß nicht verstehen kann?

Überträgt man das auf andere politische Themen, dann lieber ohne SPD.