Archiv für den Monat: Juli 2009

Sagem My Du@l Radio 700 – Erfahrungsbericht

Wir haben uns ein Sagem My Du@l Radio 700 als Radiowecker zugelegt. Hier unsere ersten Erfahrungen:

Das Gerät

Es handelt sich der Bauform nach um einen Radiowecker, der aber nicht nur ein UKW Radio enthält, sondern auch Streams und MP3s wiedergeben kann. Dazu verfügt das Gerät über eine WLAN – und eine Ethernetschnittstelle sowie einen USB-Port, an den sich eine Festplatte oder ein USB-Stick anschließen lassen. Des Weiteren weißt es ein hinreichend großzügiges Dot-Matrix-Display auf, welches sich hell beleuchten lässt. Neben wenigen Tasten auf dem Gehäuse lassen sich die meisten Funktionen mit der Fernbedienung besser ansteuern. Als zusätzliche Ausgänge stehen eine 3,5mm Klinkenbuchse für Kopfhörer und zwei Chynchbuchsen als Line-out zur Verfügung.

Die Dokumentation

… ist mangelhaft. Beschrieben werden eigentlich nur, die sich weitgehend selbst erklärenden Grundfunktionen. Details, Zugriff auf und Zweck des http Servers, des integrierten Accesspoints usw. werden nicht dargestellt und die auf der CD zusätzlich zur gedruckten Bedienungsanleitung mitgelieferten Dateien, sind zum Einen nicht wirklich ausführlicher, zum Anderen nur in Englisch und Französisch vorhanden.

Die Inbetriebnahme

Der Inbetriebnahme stand zunächst im Wege, dass nach dem Anschluss des Gerätes nichts passierte. Diesen Fehler deuteten wir als Fehler in der Energieversorgung und maßen die Ausgangsspannung des Steckernetzteils, die 5V hätte betragen sollen. Sie war bei 0V. Das Netzteil hat einen Adapterteil, der die Montage von anderen als Eurosteckern ermöglichen soll und zwei federn, die den Kontakt herstellen. Davon erwies sich eine als zu verbogen, was jedoch zunächst manuell gerichtet werden konnte. Danach startete das Gerät problemlos.

Bei der weiteren Einrichtung erwies sich zwar die Bedienungsanleitung insoweit als unzutreffend, dass nicht die Sprache sondern direkt der Betriebsmodus und in unserem Fall sodann der WPA-Schlüssel abgefragt wurden, ansonsten verlief sie jedoch problemlos, wenngleich in der Schlüsseleingabe mühselig. Auch die Menüs zur weiteren Einrichtung waren unproblematisch selbsterklärend.

Die Medieneinbindung

Internetradio

Hinsichtlich Internetradio verfügt das Gerät über eine umfangreiche Datei bzw. kann auf eine solche zugreifen, welche gut strukturiert den Weg zu einer Vielzahl internationaler Radiosender verschiedenster Genre weist. Diese lassen sich sodann auch einzeln unproblematisch in eine Favoritenliste übertragen.

UKW-Radio

Auch das UKW-Radio ist unproblematisch über die Menüs konfigurierbar. Die Qualität lässt sich wegen der schlechten Abdeckung an unserem Standort jedoch nicht beurteilen.

USB-Medium

Ein erster Test mit einem USB-Stick lieferte eine unproblematische Wiedergabe von Dateien aus dem Dateisystem.

Medienserver

Anders als vom Hersteller in der Werbung angegeben haben wir keinen Windowsserver verwendet, sondern darauf vertraut, dass das Gerät mit jedem UPnP-Medienserver arbeiten würde. Konkret setzen wir MediaTomb auf einem Ubuntu-Desktop – System ein. Für dieses ist er in den Repositories enthalten und ließ sich über den Browser übersichtlich konfigurieren. Er ist wohl auch verfügbar für andere Linuxe, FreeBSD und Mac OS X. Der Server wurde vom Radio selbständig gefunden und dessen Verzeichnisstruktur war sodann problemlos durchsuchbar.

Für Windows ist das einrichten des Servers zumindest in den mitgelieferten PDFs (Englisch und Französisch, s. o.) beschrieben. Hier soll wohl Windows MediaPlayer 11 Voraussetzung sein.

Die Nutzung

Die Nutzung gestaltet sich nach dem ersten Eindruck intuitiv. Es stehen zwei Weckzeiten mit Auswahl des eingesetzten Mediums (die verfügbaren plus Summer) und eine Sleep-Funktion zur Verfügung. Der Klang ist nicht grad basslastig, was bei dem eingebauten Lautsprecher auch nicht zu erwarten war, aber klar, nicht scheppernd und für die Funktion als Radiowecker mehr als laut und gut genug.

Weiteres

Auf Port 80 hört das Gerät auf Anfragen mittels http und bietet nach einem Log-in mit dem Benutzer und dem Passwort „admin“ eine Maske zum einspielen eines Firmwareupdates über die Netzschnittstelle.

Wem die Idee, ein WLAN-Gerät neben dem Bett zu betreiben, unangenehm ist, der sei beruhigt: es lassen sich verschiedene Modi auswählen, darunter auch Ethernet, was wohl auch „ohne WLAN“ bedeuten soll.

Fazit

Nach dem ersten Eindruck scheint das Gerät als Radiowecker mehr als nur geeignet. Reizvoll wirkt insbesondere die Möglichkeit bequem eine breite Auswahl an Medien bereitzustellen, was uns insbesondere in Bezug auf Hörbücher interessierte.
Die Inbetriebnahme stellte uns vor keine ernsthaften Probleme und die Anforderungen an die Umgebung zur sinnvollen Nutzung sind, mit einem Breitbandzugang zum Internet und ggf. einem Medienserver auf quasi beliebigem Betriebssystem, auch eher gering.
Preislich scheint es eine breite Spanne zu geben. So war das Gerät zeitweise bei Saturn oder MediaMarkt bereits für 89€ zu erhalten, wird bei Ciao aber mit bis zu 129€ gelistet.

Zeitungsbedarf in Mecklenburg-Vorpommern

Die Frankfurter Allgemeine hat sich in einem Artikel mit der jounalistischen Realität im Osten Mecklenburg-Vorpommerns auseinandergesetzt.  Sie greift hierbei die Situation des Nordkuriers und dessen Entwicklung seit der Wende im speziellen und die journalistische Situation im Land im allgemeinen auf.

Hierbei wird die fehlende wirtschaftliche Möglichkeit Zeitung im klassischen Sinne zu produzieren bedauert, deren Notwendigkeit aber betont.

Neben dem fehlenden örtlichen Jouranlismus, der komplexere Vorgänge vor Ort hinterfragen und aufbereiten könnte wird auch der Wegfall eines „Mantelteils“ mit Überregionalen Informationen bedauert.

Die grundsätzliche Beobachtung, dass eine kritische Diskurskultur in weiten Teilen der Bevölkerung nicht angekommen sei, mag ich aus meinen subjektiven Erfahrungen in Rostock, wo ich seit 2006 lebe, nachvollziehen. Auch die Folgerung, dass Medien hier eine Hilfe sein könnten um die Kultur zu vermitteln, erscheint mir plausibel.

Fraglich aber erscheint mir das Festhalten an klassichen Printmedien und dem Anklang am Ende des Artikels, dass diese ggf. auch subventioniert werden müsse, wenn ein geeigneter Markt nicht mehr existiere.

Zwar wäre es überlegenswert, darüber nachzudenken, ob es nicht eher öffentliche Aufgabe wäre Lokal- und Regionaljournalismus in bestimmten Regionen zu Gunsten einer Grundversorgung zu schaffen, statt ein weiteres öffentlich-rechtliches Fernsehprogramm zu schaffen oder sich erneut des modernsten Nachrichtenstudios in Europa zu rühmen, aber eine solche Diskussion wäre wohl im allgemeinen Rahmen öffentlich-rechtlicher Medien zu führen und sollte nicht dazu führen, dass private Investitionen für die Investoren gewinnbringend subventioniert würden.

Weitergehend ist jedoch zu fragen, ob die Lage denn wirklich so verheerend ist, wie die FAZ sie darstellt und welche anderen Wege es aus dem Problem geben könnte.

Das Fehlen von eigenen Regionalteilen erscheint mir, der ich selbst wesentlich vom Konsum von Onlinejournalismus lebe, durchaus zu verschmerzen. Zeitlich ist es nach meiner Erfahrung schon nicht möglich, auch nur einen guten überregionalen Zeitungsteil zu verarbeiten, geschweige denn eine Vielzahl. Mit den Onlineangeboten diverser Zeitschrifen wie Die Welt, Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, Spiegel und auch reinen Onlineangeboten wie beispielsweise Heise Online stehen hier mehr als genug auch unterschiedlich positionierte Angebote zur Verfügung.

Und auch wenn die Reichweite von Internetangeboten in diesem Land in Bezug auf die Bevölkerung noch eingeschränkt sein mag, könnte hier ein Weg aus der Misere liegen. Die erforderlichen sächlichen Mittel zur Veröffentlichung und Produktion auf diesem Wege sind überschaubar, so dass sich die Berichterstattung auf eine Vielzahl von Schultern auch in Teilzeit oder Ehrenamt verteilen ließe.

Eine Lösung für tiefer recherchierenden oder gar investigativen Journalismus ist dieses sicherlich nicht, aber es könnte die Ressourcen entlasten, so dass hierfür ggf. eher Mittel frei würden.

Ebenso müsste das Reichweitenprobleme gelöst werden. Hier ist jedoch der Ansatzpunkt für sinnvolle politische Forderungen. Eine flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandinternetzugängen zu attraktiven Preisen ist Voraussetzung für eine hohe Reichweite auch in die ländlichen Gegenden hinein. Des Weiteren wäre Sorge dafür zu tragen, dass diese Medien auch die Bevölkerung erreichen. Hierzu könnten öffentlich geförderte Lehrgänge, eine Förderung von öffentlichen Internetzugängen bspw. in Bücherreien oder Cafes sowie eine intensive Förderung der Internetnutzung und Kompetenz in Schulen dienen. Die letzten Personen wären ggf. über Projekte wie news2paper erreichbar, mit Hilfe derer auf einfache Art vor Ort ein Ausdruck erstellt werden könnte.

All diese Entwicklungen vollziehen sich nach meiner Einschätzung zumindest in städtischen Gebieten von selbst, ließen sich aber gerade auch für dünn besiedelte ländliche Regionen nutzbar machen, wo der physische Transport von Datenträgern ungleich aufwendiger ist, als bei einer hohen Bevölkerungsdichte.

Politisch problematisch dürfte dabei jedoch sein, dass klassische Verlage und Druckerreien aus einem derartigen Geschäftsmodell herausfielen. Wegen ihrer bisherigen wirtschaftlichen Bedeutung ist hier mit erheblicher Gegenwehr zu rechnen  (und wohl auch zu bereits zu beobachten). Jedoch sollte dieses nicht von den notwendigen Schritten abhalten. Heute, einige Jahrhunderte nach Erfindung des Buchdrucks und Jahrzehnte nach dem Photocopierer, kommt auch niemand mehr auf die Idee jemanden zum Abschreiben von Büchern einzustellen.

Abschließend zeigen diese Erwägungen erneut auf, welche Bedeutung moderne Kommunikationmittel, insbesondere das Internet, für unsere moderne (demokratische) Gesellschaft haben bzw. haben könnten.  Gerade auch dieses macht die andernorts immer wieder erhobene Forderung nach Netzneutralität, ungehindertem Zugang zum Internet und ein Verzicht auf Zensur plausibel.

Serverausfall 2009-07-22 14:00 – 16:00

Wie Strato heute mitteilte, kann es am Mittwoch den 22. Juli 2009 zwischen 14 und 16 Uhr zu einem kurzfristigen Serverausfall kommen. Derzeit ist noch nicht sicher, ob davon die Domains einschließlich Subdomains mieth.net – jzdm.de – lwmieth.de betroffen sein werden.

Die Mitteilung im Original

Sehr geehrte(r) Ludwig Wilhelm Mieth,

in Kürze sind Wartungsarbeiten an der Netzwerk-Anbindung im STRATO Rechenzentrum geplant.

Die wesentlichen Arbeiten haben dabei keinen Einfluss auf Ihren Server, jedoch ist es möglich, dass Ihr Server zu einem bestimmten Zeitpunkt kurzzeitig nicht mehr aus dem Internet erreichbar sein wird.

Hinweis: Ihr Server selbst wird durch STRATO weder abgeschaltet noch rebootet. Es betrifft lediglich Infrastrukturkomponenten.

Zeitraum für die Wartung: Mittwoch, 22.07.2009, zwischen 14:00 und 16:00

In diesem Zeitraum ist Ihr Server für einige Minuten nicht zu erreichen.

Wir bitten um Verständnis, dass im Sinne einer zügigen Durchführung der Arbeiten eine Verschiebung dieses Termins nicht möglich ist.

Unser Supportteam hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter. Hilfe erhalten Sie jederzeit im STRATO CustomerContactCenter.

Unter der Adresse http://strato.de/full/kontakt/ bieten wir Ihnen neben der umfangreichen FAQ-Datenbank, dem interaktiven MailCenter auch eine Übersicht der STRATO Servicerufnummern.

Ihr STRATO Server Team.

As Strato informed me today, a server will fall out on Wednesday 2009-07-22 between 2:00 pm and 4 pm. It is not sure whether the domains including subdomains mieth.net – lwmieth.de – jzdm.de will be affected.

Original Message

Sehr geehrte(r) Ludwig Wilhelm Mieth,

in Kürze sind Wartungsarbeiten an der Netzwerk-Anbindung im STRATO Rechenzentrum geplant.

Die wesentlichen Arbeiten haben dabei keinen Einfluss auf Ihren Server, jedoch ist es möglich, dass Ihr Server zu einem bestimmten Zeitpunkt kurzzeitig nicht mehr aus dem Internet erreichbar sein wird.

Hinweis: Ihr Server selbst wird durch STRATO weder abgeschaltet noch rebootet. Es betrifft lediglich Infrastrukturkomponenten.

Zeitraum für die Wartung: Mittwoch, 22.07.2009, zwischen 14:00 und 16:00

In diesem Zeitraum ist Ihr Server für einige Minuten nicht zu erreichen.

Wir bitten um Verständnis, dass im Sinne einer zügigen Durchführung der Arbeiten eine Verschiebung dieses Termins nicht möglich ist.

Unser Supportteam hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter. Hilfe erhalten Sie jederzeit im STRATO CustomerContactCenter.

Unter der Adresse http://strato.de/full/kontakt/ bieten wir Ihnen neben der umfangreichen FAQ-Datenbank, dem interaktiven MailCenter auch eine Übersicht der STRATO Servicerufnummern.

Ihr STRATO Server Team.