Archiv für den Monat: August 2009

Zertifikatsablauf für *.mieth.net

Wie Nutzer der Seiten *.mieth.net, welche https oder ein anderes verschlüsseltes Protokoll nutzen, schon bemerkt haben werden, ist das Zertifikat mittlerweile abgelaufen.

Ich bitte dieses zu entschuldigen und werde es in den nächsten Tagen erneuern. Leider war dieses Urlaubsbedingt in der letzten Woche nicht möglich.

Herr Güldner, das ist schlimmer als falsch verstandener Kinderschutz

Matthias Güldner, Fraktionschef der Grünen in der Bremer Bürgerschaft, hat sich nach seinem Umstrittenen Artikel in der Welt nunmehr im Weser-Kurier ergänzend geäußert.

Hierbei formuliert er am Ende des Interviews, es gehe um die Art und Weise, wie die Menschen künftig vor der Darstellung von Gewalt, sexuellem Missbrauch und anderen Auswüchsen im Internet geschützt werden können. Sowie, es gehe beim Schutz vor Gewalt im Netz also nicht um das Ob, sondern um das Wie.

Nun Herr Güldner, dann muss ich annehmen, Sie haben auch anderes als das Internet nicht verstanden:

Schutz vor Darstellung

Sie fordern, die Menschen sollten vor Darstellungen geschützt werden. Dass dieses bezüglich bestimmter Menschen und bestimmter Darstellungen passieren sollte, ist in dieser Gesellschaft weitgehend unbestritten, nämlich in Bezug auf Kinder und Jugendliche und die Darstellung von Gewalt, Sexualität jeweils in gewissen Graden und anderer sogenannter jugendgefähdender Inhalte. Was aber die anderen Menschen angeht, sehe ich Sie definitiv im Konflikt mit dem Grundverständnis unseres Grundgesetzes.

Nicht nur, dass eine demokratische Gesellschaft, in der idealerweise die Macht nicht nur vom Volke ausgegangen sein soll, sondern auch ausgeübt werden soll durch Wahlen und politische Betätigung, freie Kommunikation schon ihrem Selbstverständnis nach fördern sollte, nein das Grundgesetz selbst schreibt dieses auch noch fest in Artikel 5 Absatz 1:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Der Bürger soll also nicht nur nicht geschützt werden vor Darstellungen in allgemein zugänglichen Quellen, er hat sogar ein Abwerrecht gegen den Staat, der ihm dieses verwehren will. (Nebenbei: es geht nicht um die Erstellung und das Anbieten rechtswidriger Inhalte, sondern um das Recht mich zu informieren und wer diese Informationen steuern soll, nämlich niemand!)

Ein Politiker der mich schützen will, plant nichts anderes als einen Angriff auf meine durch das Grundgesetz verbrieften Rechte und ist damit für mich unwählbar! (Und ebenso seine Partei, wenn diese hierauf nicht angemessen reagiert.)

Schutz vor Gewalt

Des Weiteren reden Sie von Schutz vor Gewalt im Netz. Ich habe Gewalt in weiten Definitionen immer mindestens noch als eine Form von physischer Einwirkung kennen gelernt. Alles andere weicht den Begriff zur Unkenntlichkeit auf.

Hier von Gewalt zu sprechen ist meines Erachtens Demagogie genauso wie vom geistigen Eigentum zu sprechen, wo Eigentum im Rahmen der aktuellen Rechtslage nur an Sachen bestehen kann, die sich nun einmal grundlegend anders verhalten als Informationen.

Wenn Sie etwas sagen möchten, so nennen Sie es doch auch bitte beim Namen, so dass eine Auseinandersetzung hierüber möglich ist.

Dieses mal übrigens dürfte ein berufen auf Provokation oder unbedachte Äußerung fehl gehen. Seit dem Artikel in der Welt ist einiges Wasser die Weser hinunter geflossen und ist deutlich geworden, dass die politische Diskussion mit etwas mehr Fingerspitzengefühl geführt werden sollte.Matthias Güldner, Fraktionschef der Grünen in der Bremer Bürgerschaft, hat sich nach seinem Umstrittenen Artikel in der Welt nunmehr im Weser-Kurier ergänzend geäußert.

Hierbei formuliert er am Ende des Interviews, es gehe um die Art und Weise, wie die Menschen künftig vor der Darstellung von Gewalt, sexuellem Missbrauch und anderen Auswüchsen im Internet geschützt werden können. Sowie, es gehe beim Schutz vor Gewalt im Netz also nicht um das Ob, sondern um das Wie.

Nun Herr Güldner, dann muss ich annehmen, Sie haben auch anderes als das Internet nicht verstanden:

Weiteres Argument für ODF

Wie diversen Medien zu Entnehmen ist (Beispiel), droht Microsoft in den USA wegen möglicher Patentverletzungen ein Verkaufsverbot für MS Word in den aktuellen Versionen. Hierbei soll das XML – Format (OOXML mit der Dateiendung „docx“) ein Patent von I4i, einem kanadischen Unternehmen, verletzen.

Wie das Unternehmen habe verlauten lassen, sei jedoch OpenOffice.org, welches bedingt OOXML importieren kann, nicht betroffen.

Selbst wenn bei ODF entsprechendes drohen würde, wäre aufgrund der Unterstützung durch diverse OpenSource Projekte weltweit wohl kaum mit einem Wegfall aller kompatiblen Programme zu gleich zu rechnen, so dass zeitnah für die Dokumente keine geeignete Software neu erhältlich wäre.

Die Kompatibilität hingegen zwischen OOXML und ODF, dem von OpenOffice.org verwendeten Dokumentenformat, ist nicht gewährleistet, wie eine Untersuchung des Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme laus heise-online ergeben haben soll.

Dabei ist zu beachten, dass insbesondere Microsoft die Kompatibilität zu dem früher zertifizierten und seit jeher offenliegenden ODF nicht unterstützt, umgekehrt aber nur MS-Office annähernd OOXML Kompatibel ist. Das wiederum ist zunächst für Windows, (manchmal) auch für MacOS erhältlich, nicht aber für weitere Betriebssysteme.

Damit ergibt sich für mich wieder einmal der quasi zwingende Schluss, dass der Verweis auf die MS-Office eigenen Dateiformate an sich nicht zumutbar ist, der auf ODF jedoch durchaus und sich geradezu aufdrängt.

Samsung SGH-E590 – Erfahrungsbericht

SGH-E590_bl

Samsung SGH-E590

Seit Samstag bin ich mehr oder weniger stolzer Besitzer eines Samsung SGH-E590 Mobiltelefons.

Dieses Gerät ersetzt mein Nokia 6230i, bei dem langsam nach nunmehr etwa 3 Jahren Dauereinsatz das mechanische Versagen einsetzt.

Hinsichtlich der technischen Spezifikationen der beiden Geräte verweise ich auf die oben verlinkten Informationen der Hersteller.

Angenehm ist, dass das Samsung spürbar leichter ausfällt als das Nokia, ein wesentlich klareres Display bietet und flüssiger arbeitet trotz vermehrter Animationen. Auch ansonsten erwächst der Eindruck, ich hätte ein grundsätzlich ähnlich konzeptioniertes Gerät nur auf den aktuellen Stand gebracht in der Hand.

Weniger angenehm ist die Tastatur, die zum einen für mich grobmotiriker nur sehr leichte Druckpunkte aufweist und zum anderen mit dem rein weißen Hintergrund unter allen Symbolen gegenüber dem Nokia ein wenig billig wirkt.

Der Funktions- und Konfigurationsumfang ist weitgehend vergleichbar, wobei leichte Unterschiede in den Realisierungen auffallen. Dabei vermisse ich im Samsung eine Profilverwaltung, wie ich sie von Nokia kenne. Das Samsung kennt in diesem Sinne nur 2 Profile, wobei sich hier „Eskalationsstufen“ für die Benachrichtigung einrichten lassen, so dass das Gerät beispielsweise mit einer Vibration beginnt und dann auf ein Klingeln umschaltet.

Die mitgelieferte Software ermöglicht einen Datenabgleich mit MS Outlook und Outlook Express, neben der eingebauten Bluetoothschnittstelle, die Stereoübertragung unterstützen soll, liefert Samsung auch so nützliche Tools wie eine USB-Leitung, mit der auch geladen werden kann, und einen Stativsack, mit dem man Selbstauslöserphotos machen kann, mit.

Positiv erscheint mir das Preis- Leistungsverhältnis.
Da es sich bei dem SGH-E590 um ein Auslaufmodell handelt, ist es im Handel für etwa 70,00 € erhältlich und bietet, soweit man nicht auf ein großes Display bzw. ein fast Netbook als Telefon und eine WLAN-Anbindung angewiesen ist, eigentlich fast alles, was das Herz begehrt.

Es scheint sich also zumindest für die nächsten Monate um eine nette Übergangslösung zu handeln, bis sich der Markt der Smartphones und die Tarife für mobile Internetflats (mit VoIP) ein bisschen weiterentwickelt haben.