Archiv für den Monat: Oktober 2009

Windows 7 Upgradeproblem

Seit wenigen Tagen ist Microsoft Windows 7 (Win7) auf dem Markt und allen Vorschusslorbeeren zum Trotz, der Umstieg gestaltet sich schwierig.

Treiberprobleme

Nicht nur, das einige Hardware keine Treiberupdates, teilweise schon seit Windows Vista, mehr erfährt, wie zum Beispiel die Radeon 9200 von ATI, nein, Microsoft (MS) selbst erleichtert mit der Treiberzusammenstellung das Update nicht gerade. So fehlte für einen SiS 900-Based PCI Fast Ethernet Adapter der Treiber im Updatepacket. Nachdem das System aber mit einem bekannten Chipsatz ans Netz gebracht wurde, konnte der Treiber aus den MS-Repositories nachgeladen werden. Die beobachteten Treiberprobleme hatten übrigens durchweg nichts mit der Frage 32 oder 64 Bit zu tun.

Erwerb der Studentenversion als Professional

Aber bis zu diesen Problemen muss man erst einmal gelangen. Kaufte man, wie wir es getan haben, ein Upgrade über das Studentenangebot von MS, so bekam man die Home-Premium aber auch die Professionalvariante (Pro) in 32Bit und 64 Bit zum jeweils gleichen Preis angeboten. Die Pro zu erwerben gestaltete sich jedoch als herausfordernd. Nach der erfolgreichen Registrierung stand zunächst genau die Home-Premium Version in 32Bit und 64Bit zur Auswahl. Eine Wahlmöglichkeit für die Pro war nicht ersichtlich. Dieses klärte sich nach einigem unkoordinierten Gesuche auf, als jemand auf die Idee kam, mal zu schauen, was sich hinter dem Link mit dem ungefähren Inhalt „Ich will mich in eine Domäne integrieren“ stand. Dieses ist erst mit der Pro möglich. Und tatsächlich; dahinter verbarg sich die Auswahlmöglichkeit für Win7 Pro.

Installationsprobleme beim Upgrade

So weit so gut, nach dem Download von rund 2,2GB Daten stand das Upgradepaket für die 64Bit Pro Variante bereit und sollte nun den vorhandenen 32Bit WinXP Rechner übernehmen. Das geht so aber leider nicht, wie SpiegelONLINE mittlerweile auch berichtete. Denn MS hat kein Installationsfähiges Medium ausgeliefert, sondern ein Upgradeprogramm, dass in dem vorhandenen Betriebssystem ausgeführt werden musste. Dabei ließ sich der Installer für die 64Bit Version, selbst ein 64Bit-Programm, eben nicht in einer 32Bit-Umgebung ausführen. Einen Hinweis auf diese Problematik beim Erwerb suchte man jedoch vergeblich.

Einen Workaround bot eine noch vorhandene Win7 Alphaversion in 64Bit. Diese noch einmal kurz unter einer geeigneten Systemzeit aufgesetzt ermöglichte die Ausführung des Installers für die neue Variante.

Warum MS nicht einfach ein ISO zum Download anbietet und damit die Installation vereinfacht, sondern bereits hier potentiell langfristige Kunden vergrault, deren Sorge zumindest bei uns gleich weiterging, als nämlich die Aktivierung anstand und wir uns fragten und immer noch fragen, was passiert, wenn wir die Rechner mal wegen eines Neukaufs durchtauschen und dann auf einem anderen installieren möchten, bleibt für mich immer noch ein Rätsel.
Das Raubkopierer sich hiervon abschrecken lassen, halte ich für fraglich. Im Gegenteil: hier wird der zur Entrichtung von Lizenzgebühren bereite Nutzer genötigt, die Grenzen der Sicherheitssysteme zu testen und kommt so leicht ins Grübeln, ob es denn so sinnvoll sei, für diese Gängelung auch noch Geld zu zahlen.

Fazit

Alles in allem bleiben, bei aller ggf. berechtigten im Vorfeld aufgetretenen positiven Kritik an MS Win7, viele grundsätzliche Kritikpunkte an der Geschäftspolitik von MS stehen, insbesondere die Gängelung zahlender Kunden und die mangelnde Stringenz und Funktionsoptimierung in den Angeboten.
Bleibt zu hoffen, dass das morgen bevorstehende Release von Ubuntu 9.10 die übliche positive Gegenerfahrung vermitteln wird.

[Update]

Mittlerweile hat Microsoft über seinen Vertrieb auch ISOs veröffentlicht. Die Links hierzu wurden zumindest auf Nachfrage mitgeteilt. Sie finden sich für diverse Varianten, darunter auch die deutsche und englische sowohl 32 als auch 64 Bit Version von Windows 7 Home Premium und Professional, unter
http://easytopia.de/windows-7-home-premium-und-professional-direkt-download-links/

Bei einem Installationsversuch mit der 32 Bit Variante konnten wir sodann auch diverse alte Treiber, teilweise von Windows 2000, erfolgreich verwenden. Wahrscheinlich ist entsprechendes mit alten 64 Bit Treibern ebenso möglich, soweit sie vorliegen.

Ubuntu 9.10 hat im Übrigen leider nicht die positive Gegenerfahrung geliefert, sondern sich wohl eher an MS Windows Vista orientiert (vgl. auch Linux User Community Edition 12/2009, Editorial).

[Update 2]

Mit den ISOs wurde zwischenzeitlich eine Installation der 32-Bit Variante auf einem Netbook vorgenommen. Hierzu wurde auch die Partitionierung geändert und „sauber“, also komplett neu, installiert.
In Folge dessen musste Windows aktiviert werden. Die gekauften Lizenzen waren Upgrade-Lizenzen einmal für 32, einmal für 64 Bit. Bei dem Versuch eine Aktievierung auf dem neuinstallierten Netbook mit dem 32-Bit-Schlüssel durchzuführen, wurde diese unter dem Hinweis auf eine Upgradelizenz verweigert, da eine alte Windowsversion nicht vorinstalliert gewesen sei. Entsprechendes war mit dem 64-Bit-Schlüssel auf einem anderen Rechner, auf dem auch die 32-Bit-Variante installiert wurde, nicht aufgetreten.
Diese Verweigerung ließ sich umgehen durch einen Eingriff in die Registry. Eine Anleitung hierfür findet sich hier.

Ergänzend zu dem verlinkten Artikel wage ich die These zu bilden, dass die Verweigerung bei Keys, die für die 64-Bit-Variante ausgegeben wurden nicht auftritt, da hier ursprünglich auch ein Upgrade aus der bestehenden 32-Bit-(XP)-Version nicht möglich war.
Es bleibt die Frage, warum MS seine zahlenden Kunden mit unwirksamen und unsinnigen Schutzmechanismen gängelt.

Serverausfall 2009-10-05 08:00 — 18:00

Wie Strato die Tage mit­teilte, kann es am Montag den 05. Oktober 2009 zwi­schen 08 und 18 Uhr zu einem kurz­fris­ti­gen Ser­ver­aus­fall kom­men. Betrof­fen sind davon die Domains ein­schließ­lich Sub­do­mains mieth.net  —  jzdm.de  —  lwmieth.de.

Emails müss­ten jedoch zwi­schen­ge­spei­chert und spä­ter zuge­stellt werden.

Hier die Mit­tei­lung im Wortlaut:

Wichtige Information zu Ihrem V-PowerServer h1613379.stratoserver.net
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

am 05.10.2009 zwischen 8 und 18 Uhr erfolgt eine Aktualisierung der Systeme. Hierbei wird unter anderem ein Kernelupdate vorgenommen.

Die neue Kernelversion lautet "2.6.XXX" 
Die Kernelversion können Sie sich mit dem Befehl "uname -a" anzeigen lassen.

Detaillierte Informationen zu diesem Update werden im Abschnitt "Technische News" des Kundenservicebereich unter https://config.stratoserver.net/ angezeigt.

Diese Aktualisierung erfordert einen Reboot des Servers. 
Der Neustart der V-PowerServer wird automatisch durch die Updateprozedur vorgenommen.

Die Systeme werden nacheinander sukzessive aktualisiert, der genaue Zeitpunkt des Rebootvorgangs ist daher von System zu System verschieden.

Ihr STRATO-Server Team.