Archiv für den Monat: November 2011

Diakoniewerk Familienzentrum Heiligenstadt e.V. wird „zu Grabe getragen“

Am Samstag den 26. November 2011 fand in Heiligenstadt die (wahrscheinlich) letzte Mitgliederversammlung des „Diakoniewerk Familienzentrum Heiligenstadt e.V.“ (Verein) statt, welcher sich zur möglichen Übernahme des Familienzentrums Heiligenstadt aus der Insolvenzmasse des ursprünglichen Trägers gegründet hatte.

Teilgenommen haben 105 stimmberechtigte Mitglieder(vertreter) sowie zahlreiche Gäste, Bewohner des Familienzentrums, der Bürgermeister Heiligenstadts usw.

Leider stellte sich heraus, dass die Beitrittserklärung der Baptistengemeinde Forchheim nicht mehr so rechtzeitig beim Aufsichtsrat des Vereins eingegangen war, als dass dieser hätte über den Beitritt entscheiden können. Daher nahm Peter L. lediglich als einfaches Mitglied und ich als Beobachter teil.

Nach einer geistlichen Einleitung von Reinhold Brunkel und dem üblichen organisatorischen Vorspiel wurden Berichte vom Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Kassenprüfern erstattet. Hierbei wurde ein Rückblick über die historischen Entwicklungen geboten, über die Findungs- und Gründungsphase des Vereins, die Sammlung von Mitteln, die Vorbereitung des Bieterverfahrens und die Suche nach Diakoniewerken im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden, welche für eine Übernahme des Werkes in Betracht kämen. Es wurde betont, welche Bedeutung das Engagement insb. auch der Vereinsmitglieder für das heutige Ergebnis, der (wahrscheinlichen) Übernahme durch das Diankoniewerk Tabea e.V. (Tabea), hatte.

Insbesondere Elimar Brandt, welcher als Vorstand für den Verein tätig war, zeichnete ein Bild eines ausgeprägten einmütigen Zusammenwirkens und einer deutlichen Führung. So wurde Tabea zu einem Zeitpunkt angesprochen, als dort gerade ein Projekt abgegeben wurde und daher Offenheit vorhanden war für neue Projekte und auch die Finanzmittel zur Verfügung standen. Die Diakonie Bamberg – Forchheim bot zunächst eine Kooperation an und zog sich aus dem Bieterverfahren zurück, nachdem der Verein mitteilte, vorrangig Tabea als baptistisches Werk unterstützen zu wollen. Vor allem der Vorstand des Vereins konnte viele Brücken bauen, über die nunmehr geschichtlichen Abschnitte des Familienzentrums aber auch zwischen Menschen, wie den Bewohnern, Mitarbeitern, Gläubigern, der Baptistengemeinde und auch den Gemeindevertretern Heiligenstadts.

Bei aller Bedeutung der Vereinsarbeit hätte jedoch das verfügbare Kapital in Höhe von 600.000,00 € wohl nicht gereicht, um im Bieterverfahren erfolgreich zu sein. Die sich dem Bieterverfahren anschließende Gläubigerversammlung war gekennzeichnet von einer positiven, entspannten Stimmung aller Beteiligter.

Insgesamt ist also Dankbarkeit angesagt für das Wirken Gottes in den Entwicklungen der letzten Monate.

 

Finanziell hat der Verein etwas mehr als 600.000,00 € Kapital eingesammelt um am Bieterverfahren teilzunehmen. Dieses konnte bereits bis auf etwas mehr als 100,00 €, wo sich der Spender noch nicht bestimmen ließ, komplett wieder an die Spender ausgekehrt werden, womit auch die Baptistengemeinde Forchheim ihre Mittel zurückbekommen hat.

Etwas mehr als 10.000,00 € Mitgliedsbeiträge wurden für die Tätigkeiten des Vereins, Büro, Reisen, Gutachten, …, ziemlich genau aufgebraucht. Eine etwaige Restsumme wird nach der Auflösung an den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. fallen.

Der Verein hat am Samstag seine Auflösung beschlossen für den (sicher anzunehmenden Fall), dass der Übernahmevertrag von Tabea und dem Insolvenzverwalter notariell beurkundet würde.

Tabea übernimmt das Familienzentrum (aller Wahrscheinlichkeit nach) als Ganzes und wird es in seinen Grundzügen fortführen. Natürlich wird es zu Veränderungen kommen, diese sind jedoch noch nicht beschrieben, da sich die Neuverantwortlichen auch erst einmal einarbeiten müssen.

Dabei legt Tabea wohl Wert auf die Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Umfeld, will diese aber selber pflegen, so dass bis auf weiteres auch kein Bedarf an einem Förderverein besteht.

 

Für Samstag den 03. Dezember 2011 um 15:30 Uhr ist zu einem Nachmittag der Begegnung eingeladen worden, an dem auch Vertreter von Tabea teilnehmen sollen.

Am Sonntag den 04. Dezember 2011 (2. Advent) um 09:30 Uhr wird es in Heiligenstadt einen Festgottesdienst mit anschließendem Empfang geben.

Es gibt also viel Grund zur Dankbarkeit aber auch zum Gebet, dass der bisher sich gesegnet abzeichnende Weg auch ein solcher werde und das Familienzentrum (auch) in den nächsten Jahren ein Segen sein wird.

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